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Philips eXpanium EXP 311 tragbarer MP3-CD-Player silber Produktinformation Hersteller: Philips ASIN: B00006LPNU
Book Reviews Klasse Gerät mit kleinen Schönheitsfehlern Mit dem Expanium EXP 311 bietet Philips ein MP3-CD Playback fähiges Gerät in der Noch-Vernunft-Preisklasse an. Was als erstes hervorsticht, ist das tolle Design, das angenehm modern wirkt ohne dabei billig aufgemotzt oder futuristisch anzumuten. Die Bedienung gibt keinerlei Rätsel auf. Die Bedienelemente sind aufs notwendigste reduziert und sehr übersichtlich angeordnet, u.a. findet man auch Tasten für die Auswahl von "Alben" aus MP3-Files. Durch mehrfaches Drücken der Mode-Taste gelangt man nacheinander in den "Shuffle" (Zufallswiedergabe), "Repeat 1" oder "Repeat all" -Modus. Befindet sich ein mit MP3-Files bespielter Silberling im Schacht, so werden automatisch noch der "Shuffle Album" und "Repeat Album"-Modus mit angeboten, d.h. es ist auch mit einer begrenzten Auswahl aus allen MP3-Files eine Zufallswiedergabe oder ein Wiederholmodus möglich. Dass das ganze auch programmierbar ist, versteht sich von selbst. Die ESP-Taste regelt den Erschütterungsschutz und den Stromsparmodus. Wenn das Gerät vom Netz getrennt war, sind beide eingeschaltet, durch einmaliges Drücken der Taste wird Beides deaktiviert, was der Klangqualität deutlich zu gute kommt. Ein weiterer Tastendruck aktiviert dann ESP alleine. Der Hersteller gibt satte 100 Sekunden Skip Protection an, jedenfalls reicht es zum Hardcore-Joggen auf unwegsamen Gelände, ohne dass Aussetzer zu beklagen sind. Wer auf wuchtige Bass-Klänge steht, oder das Gerät mit dem Standard-Kopfhörer betreibt, erfreut sich an der DBB-Taste, die dem tieffrequenten Bereich auf die Sprünge hilft. Allerdings ist der Effekt nach dem ersten Tastendruck nur sehr gering (bis fast kaum wahrnehmbar), während es auf der zweiten Stufe dann ordentlich dröhnt (je nach Software auch zu ordentlich). Für meinen Geschmack hätte man die erste Bassverstärkungsstufe etwas 'mittiger' platzieren können. Zum öffnen des Geräts genügt ein sanfter Fingerstrich über den OPEN-Schiebeschalter. Der Deckel springt soweit auf, dass die CD ohne Fummelei einzulegen ist. Sehr praktisch ist auch der vorne angeordnete Kopfhörer/Line-Out Ausgang; wer das gerät über einen Cassetten-Adapter im Auto betreibt, wird dies zu schätzen wissen. Dies gilt auch für die Tatsache, dass der Line-Ausgang eine Lautstärkeregelung ha, denn ein Adapter, der an einen fixen Ausgang angeschlossen wird, ergibt oft eine böse Überraschung in Form von gnadenlos übersteuerten Klängen aus Autoradio/Lautsprecher. Im praktischen Betrieb schlägt sich der EXP 311 ausgezeichnet. Eine proppenvolle MP3-CD ist in Sekunden eingelesen und Pausen zwischen den Titeln sind nur da vorhanden, wo sie auch aufgenommen wurden. Genau hier liegen ja gewöhnlich die Schwachpunkte von Billiggeräten und irgendwo muß der Expanium seinen Preis auch rechtfertigen. Beim Klang von MP3-CDs muß man allerdings einige Abstriche machen, hier spielen teure Geräte mit Festspeicher ihre Überlegenheit schon noch aus. Vor allem der mangelnde 'Punsch' im Bass und die merkwürdig steril klingenden Gesangs-Stimmen fallen unangenehm auf. Auch das Experimentieren mit dem DFX 6.1 Soundprozessor bei den Aufnahmen brachte keinen nennenswerten Erfolg. Rotiert dagegen eine CD mit 'richtigen' Audiofiles, die ebenfalls auf 128 kB/s heruntergerippt wurden, im Player, gibt es -was den Klang angeht- nichts zu mäkeln. Wohl aber darüber, dass im Repeat-Modus die letze Sekunde jedes Stückes abgeschnitten wird und danach ein lautes Knacken zu vernehmen ist. Bei einem Gerät dieser Preisklasse sollte so etwas nicht passieren. Auch CDs mit Kopierschutz mag der EXP nicht uneingeschränkt. Die ultimativen neuen Live-Scheiben von Blind Guardian und Star One sind über dieses Gerät nicht abspielbar. Hier gilt mein Groll aber eher den CD-Produzenten als dem Hardware-Hersteller. Ich habe nichts gegen den Schutz von geistigem Eigentum, aber dann bitte so, daß ich eine teuer bezahlte CD auch auf einem handelsüblichen 150¬-Markengerät abspielen kann, ansonsten hört der Spass auf.
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